Montag, Oktober 03, 2005

Writing in the rain..

Zweiter Oktober Zweitausendfünf.

Falls dieser Tag in irgendeiner Hinsicht erwähnenswert sein sollte, dann wohl, weil es von sechs Uhr morgens bis 21 Uhr abends hartnäckigst durchnieselte. Ich habe so etwas in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Was habe ich mir bloß dabei gedacht, nach Regensburg zu ziehen?? Aber zum Glück bin ich gegen jegliche Wetterkapriole immun, und so hatten ich und meine Wohnung einen Tag lang ruhig Zeit, uns kennen zu lernen.
In der Küche begegnete ich der zweiten Seele in drei Tagen in diesem ausgestorbenen Gebäude: sie ist Venezualenerin (???) und lernt hier Deutsch. Entsprechend wackelig sind ihre Deutschkenntisse. Ich glaube, sie hat keinen einzigen grammatikalisch richtigen Satz gesagt und ich war fasziniert, dass ich sie trotzdem verstehen konnte. Und die verblüffende Tatsache, dass im Spanischen die Aussprache des Buchstabens "b" und "v" nicht unterschieden wird, wurde auch bestätigt. Sie sagte "Wuch" und "Boche", und ich musste schmunzeln.

Im Radio empfängt man nur einen Sender, ich habe es ausprobiert. Er ist waschecht bayrisch und bringt von morgens bis abends die größsten Hits der Zwanziger, Dreißiger und Vierziger. Ok, vielleicht sind die Bayern doch lokalpatriotisch...

Ich habe zu meiner großen Freude festgestellt, dass sich mein neues Heim in der geometrischen Mitte von drei Parks befindet. Der Supermarkt ist auf der anderen Straßenseite. Soviel comfort, das bin ich gar nicht gewöhnt, ich bin ganz gerührt...

Nachricht an den Stammleser: habe mich in eine Deutschlandkarte vertieft und verdammt M. ist ja weit weg. Nur so am Rande.

To be continued...

1 Kommentar:

David Kraft hat gesagt…

Und ich dachte immer hier wäre ein verschlafenes Nest...
Wer war Person Nr.1, die du getroffen hast, wenn die Venezolanerin (!) "schon" Nr.2 war?

Was die Musik betrifft: Ich habe in PoWi gelernt, dass es Orte auf der Welt gibt, die noch nicht an der globalen Vernetzung zugunsten von Kulturaustausch und technischer Entwicklung teilgenommen haben. Jetzt weiß ich endlich von welchem altertümlichem Ort die Rede war.

Jaja, je eintöniger der Alltag, desto bissiger die Käätä. Ein goldener Doppeldaumen für die Schreibweise.
Dein Artikel hat mir nicht auf den Magen, dafür auf die Lachmuskeln geschlagen.
AUUuuuu~~~! :)