Freitag, Juni 29, 2007

Paris kriegt das hin

Gestern war ich in Paris, es war kalt, und sollte die Eindrücke schnell festhalten, bevor sie sich heute, es ist warm, in Luft auflösen. Die Stadt ist ein Bienenstock, es summt und brummt an allen Ecken, und gleichzeitig fühlt man das, was Soziologen vielleicht Vereinsamung in der Grossstadt nennen würden - der Gare de Lyon ist voller Menschen, doch es herrscht eine seltsame Stille - niemand redet miteinander, ausser Schritten und Rollkofferrauschen kaum ein Geräusch. Auch um sechs Uhr abends fällt die befürchtete Stosszeit seltsam still aus; wahrscheinlich hat es die Pariser in die Einkaufsstrassen verschlagen, zu den SOLDES, um diese schnell leerzushoppen. Das bekommen die schon hin, sicher.

MONOPRIX denkt mit

In dem Eck wo ich arbeite gibt es eine Filiale von MONOPRIX, eine Art Supermarkt-Kaufhauskette zu dem es in Deutschland meines Wissens nach absolut kein Pendant gibt. Als ich letztes in einem sehr dringenden Fall dort hin geschickt wurde und nun an der Kasse stand, die grosse Erleuchtung: über der Kassiererin hing ein grosses, dezent designtes Schild, auf dem in etwa dies stand

Helfen Sie der Umwelt mit MONOPRIX. An dieser Kasse stellen wir Ihnen KEINE Plastiktüten zur Verfügung.

Als ich dies las, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Diese Aktion finde ich richtig gut. Endlich tut mal jemand was für die Umwelt. Das ist ein sehr guter Anfang, denn wenn bald an den anderen 12 Kassen des MONOPRIX auch keine Plastiktüten mehr en masse ausgegeben werden (so für jeden Apfel und jede Safttüte eine), und stellt euch vor in anderen Geschäften dann bald auch nicht mehr, kann sich das mit dem Treibhauseffekt und so vielleicht bald ändern. Jetzt ist mir MONOPRIX noch sympathischer, die denken wenigstens mit!!