Nicht nur die Politik hat ihre Probleme mit Schwarzarbeitern und die Deutsche Bahn ärgert sich mit ihren Schwarzfahrern herum, nein, auch auf diesem Blog tummeln sich unzählige von den Dunkelmännern.
Betrachtet man die Kommentare zu den einzelnen Artikeln, könnte man zu der Vermutung gelangen, dass nicht einmal eine Hand voller Leser sich die gedanklichen Ergüsse dieser Seite zu Gemüte führt. In der Realität kommt man jedoch zu der überraschenden Feststellung, dass dieser Blog von einer Masse von Schwarzlesern besucht wird.
Nun stellt sich der geneigte (Schwarz-)Leser natürlich die Frage: Wie erfährt man von diesen ominösen Dunkelmännern?
Die Antwort ist nicht eindeutig und von Fall zu Fall eine eigene kleine Geschichte.
Da gibt es jene, die schlicht und einfach sagen, dass sie diese Seite, wie auch immer, gefunden haben. Es gibt jene, die sich durch Kommentare wie "'office pockets' haha, ich nenne die Dinger auch immer 'Klarsichtfolien'" verraten. Es gibt jene, die frech fragen, wann ich denn wieder einmal einen Post schreibe werde. Und es gibt jene, die mich unüberlegt an ihren PC lassen, wo ich erstaut feststelle, dass diese Seite in der Kategorie 'Favouriten' verlinkt ist.
So reicht die Liste von Schwarzlesern vom engen Freundeskreis, über Kommilitonen bis hin zu alten Schulfreunden. Und womöglich noch darüber hinaus.
Nun frage ich mich natürlich, ob es heutzutage ganz gewöhnlich ist diese vollkommene Anonymität zu genießen. Man liest sich durch die Gedanken und Handlungen fremder oder auch bekannter Leute und lässt sie darüber vollkommen im Unklaren.
Ist es wirklich so, dass die Menschen um uns herum weitaus mehr über uns wissen, als wir glauben? Werden wir womöglich bei jedem Schritt, den wir gehen, von Bekannten und Unbekannten begleitet, ohne dass wir es je erfahren?
Als mir dieser Gedanke gekommen ist, habe ich sogleich den Test auf's Exempel gemacht und mich in ein Chatprogramm eingeloggt. Dort habe ich meine Abwesenheitsnotiz, die seit Monaten mit dem Hinweis "Bin nicht da." betitelt war und nie irgendeine Art von Reaktion hervorgerufen hat, umgeändert in "Habe wilden animalischen Sex (Wer liest sich das hier eigentlich durch?)".
Man mag es glauben oder nicht, es hat nicht einmal eine halbe Stunde gedauert, bis sogleich ein Kommentar einer alten Schulfreundin kam, zu der ich eigentlich keinen Kontakt mehr hatte.
Was sagt uns das jetzt?
Wir werden ständig beobachtet? Es gibt mehr Menschen, die an uns denken, als wir erwartet hätten? Oder schlicht: Nichts?
Auf jeden Fall gibt es einem zu denken, dass scheinbar so viele Menschen an deinem Leben teilnehem, ohne dass man je davon erfährt. Hiermit rufe ich also alle Schwarzleser dazu auf aus dem Schatten ins Licht zu treten. Gebt euch zu erkennen und hinterlasst einen Kommentar.
GENAU! DU BIST GEMEINT!