Mein Zimmer hier ist une chambre. Will damit sagen, es erinnert an einstige herrliche Lesestunden in der Erich-Kästner und Hermann-Hesse-Welt, in der möbilierte Zimmer für ein Lebensgefühl von intellektuellem Erwachen, geistiger Unabhängigkeit in bescheidenen finanziellen Verhältnissen stehen. Die Decken sind hoch. Die Wände sind aus Karton. Der Heizung nimmt man nicht ab, dass sie in wenigen Wochen ihren Zweck erfüllen werden kann.
Morgens brauche ich nur einen Stockwerk hinabzusteigen, wo es Frühstück gibt. Auf einem kleinen Tablett sind unfehlbar eine gefaltete Papierserviette mit einem Päckchen Butter drapiert. Es gibt Kaffee, Kakao oder Tee in henkellosen Schüsseln. Ich frage mich, ob die Baguette, die wie ein Schwamm aussieht und nach nichts schmeckt, satt machen kann. Im Hintergrund dudeln bekannte Schlager aus dem Radio.
Die ganze Szene hat etwas Tröstendes, sobald sie zu einem täglichen Ritual geworden ist. Denke ich.
K.
Donnerstag, September 06, 2007
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